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Fragment 002

Eiskalt ist der Nachtwind. Streichelt meine Nackte Haut. Verführt und Umschmeichelt mich. Wenn ich nicht aufpasse, erfriere ich. Tagtäglich auf der Jagd nach Geld. Für was zu Essen. Ich weiß es nicht, was in Zukunft aus mir werden soll. Ich bin Deutschland? Das ich nicht lache! Heimatlos wie ich bin, verbindet mich nichts mit diesem Land. Unsterbliche Seele. Vereine mich und das Ende, damit ich endlich leben kann. Ich schaue in die Fenster, erkenne heile Familien. Schachteln. Sie beachten mich nicht. Sind froh über ihr Leben. Aber wie lange noch? Jeden ereilt ein unterschiedliches Schicksal. Manchen ein freudiges, manchen ein trauriges, manchen ein schweres, manchen ein leidendes. Die Nacht starrt mich an, funkelt mit ihren Augen, den Sternen. Die Hölle ist nicht irgendwo. Die Hölle ist für die, die nicht genug waren. Auf Erden.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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