Fragment 034

Nächtliche Stille legt sich über die Stadt. Ferne schreie sich quälender Menschen erzeugt durch Computereinheiten durchdringen meine Wände. Ich plane und schreibe, feile hier an Ideen oder gebäre neue. Sie fließen aus meinem Kopf über die Schultern, an den Armen entlang in die Richtung meiner Hände. Schreib Stift, schreib! Es bleibt nicht mehr viel Zeit, zu viel Angst habe ich davor das ich nicht alles wiedergeben kann, die unsagbar schnellen Gedanken im Realitätsstrom des Universum. Zu flüchtig spiegeln sie unsere Menschliche Existenz dar, zu kurz ist unsere Erscheinung im Ganzen. Für wen schreibe ich? Für mich? Mein Leben ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Für die Menschheit? Wir sind die Schwefeltierchen des Universums. Bekannt, aber von niemanden für lebenswert erachtet. Was können wir schon außer Parasitär in unsere Umwelt einzudringen sie zu behandeln als sei sie ein Wirtskörper für unsere Wünsche, Begierden und Wahnvorstellungen. Die Evolution wird voranschreiten und dann sind wir nicht mehr als ein Kapitel des Lebens.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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