Fragment 058
Es ist früher Abend und der Tag neigt sich dem Ende zu. Nach den Gesprächen mit Freunden über Gott und die Welt bin ich wieder alleine mit mir und der Grauen Realität. Sie sind zurück in ihre Geborgenheit entschwunden. In ihre vier Wände mit warmen Betten und einer allabendlichen Mahlzeit. Im gewissen Sinne beneide ich sie, aber fürchte auch meine eigenen Träume zu verraten wenn ich mich in diese trügerische Sicherheit flüchte. Natürlich schützt dies mich vor Sturm und Schnee, aber zwängen sie auch meine Freiheiten ein und diese, so denke ich, möchte ich mir nicht einschränken lassen. Die Langeweile würde mein Herz erdrücken und da ich nur das eine Leben habe, möchte ich so weise wie möglich damit umgehen. Ich glaube das ich mich nach den Träumen einer Kindheit sehne die ich nie hatte.


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