Fragment 059

Meine verhasste Tante erscheint. Ich werde behandelt wie das Aschenputtel aus dem Märchen Schneewittchen. Meine Verwandte bereitete eine Festlichkeit vor. Ich muss schwere mit Lettern verzierte Goldketten putzen. Mir entgleitet eine Kette und der Anhänger kracht mit Getöse zu Boden. Die Strafe für meine schluderige Arbeit besteht darin die ab gefallene Silberringe wieder an die Hauptkette zu befestigen. Ich sehe glänzende Artefakte hinter Glas auf einen Extra dafür hergestellten Treppchen, darüber an der Wand befindet sich ein Bild von Salvador Dali. Mir fällt der Name des Gemäldes nicht ein, es ist das mit der Schubkarre und der Bäuerin. Ich betrachte das Bild eine zeitlang. Meine sicht geht vor das Haus, in dem ich mich befinde. Alle anderen Gebäude sind nicht mehr vorhanden, ich schätze mal abgerissen, Sie sind einfach nicht da. Die Erde ist noch frisch aufgewühlt und Lehmig. Ich drehe mich langsam nach Rechts und erkenne eine Mauer die so groß ist, dass sie das Haus um Kilometer weit überragte. Am oberen Ende ist sie abgebogen und nicht wie üblich grau, sondern gelb und grün gestreift.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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