Fragment 007

Ich fahre durch die Nacht. Vereinzelte Lichter ziehen an mir vorbei. Schatten über Schatten. Geäst das nach mir greift. Spiegelbilder in der Seitenscheibe. Zerkratzte Haut. Fingerabdrücke in der Vergangenheit. Rauchschwaden ziehen in der Ferne ihre bahnen. Müde Wanderer in der Dunkelheit. Es ist kalt und nass. Feuchtigkeit dringt in mich ein, zersetzt mich, lässt mich los von allen sorgen. Nur noch Gefühl, nur noch Geister. Sie schlafen nicht. Unsichtbar heben und senken sich ihre Leiber, Töne verklingen. Sie verlassen mich Und Sirenen besingen den Abschied. Neue kommen hinzu, begleiten mich auf einer ungewissen Reise. Auf unbekannten Wegen. Luna scheint Blutrot. Die Rose der Nacht. Mit ihren Schwestern den Sternen. Sie folgen unaufhörlich meinen Lebenswegen. Unablässig. Wie mein Schatten. Ich vergesse Sie. Fahre weiter. Halte an. Ruhe mich aus. Eine kurze Zeit der Besinnung. Weiter. Immer weiter. Ich sehe Gesichter in meiner Hand. Flackerndes Licht. Tanzend. Verschwimmend. Wieder auftauchend. Gehässiges Zeug. Wichte. Unfähig zu Leben. Außer in ihren Gedanken. Fremde Sprachen. Dringen in mich ein, unterlegt mit schrecklicher Musik. Verzerrend. Schreiend. Langsam sterbend. Außer sich die Fremde. Wird mich nie erreichen. Und ich hoffe nicht auf ihren Besuch.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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