Fragment 070
Ich schneide die Haut des Spiegels auf, zu tage kommt mein innerstes. Ich hebe es auf. Nass, kalt und blutig. Ich drehe und wende es. Nichts Erkennbares. Bin ich so leer? Bin ich so tot? Die Zeit und der Wind stehen still, schauen mir flüsternd über die Schulter. Ängstlich ziehen sie sich zurück. Gerüchte. Stimmen. Ich fliehe vor einem Hund, er bellt unsagbar laut. Kommt näher, näher, näher, näher. Biss. Ich falle. Springe. Mein Herz zu schwer. Ich erstarre und kann mich nicht mehr bewegen. Schwarz. Nachrichten. Eine Tür geht auf. Ich beachte sie nicht, habe zu viel Angst. Aus ihr fließt eine Decke. Warm und weich. Wickelt mich ein, schützt mich. Bis ich wieder aufwache.


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