Fragment 085
Menschen und ihre Stimmen sind bedeutungslos solange sie nicht aus dem Herzen rufen. Tausende von Tränen sind nicht und nichtig wenn sie in Vergessenheit erinnern und uns zur Vorsicht mahnen. Ich sterbe unsagbare schmerzen an dieser Menschheit. Ich erleide unmenschliche seelische Qualen bei jeder einzelnen Ungerechtigkeit die ich mit ansehen muss. Ich erleide Trauer wenn ich an andere denken muss die nicht ihre Freiheit ausleben dürfen. Es ist unbegreifbar für mich was ich für eine pessimistische Ader an den Tag lege, das ich mich bei meinem eigenem Spiegelbild erschrecke und das Glas zerschlagen will. Ist diese Fratze, die ich erblicke, so böse dass es mich vor mir selber graut? Ist dieses gegenüber so schrecklich dass ich Angst habe meine Seele zu öffnen? Ist es mein eigener Wolf den ich in Zaum halten muss um nicht schaden durch mich selber zu erfahren? Ich weiß es nicht.


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