Fragment 087

Es ist schon tief in der Nacht und ich liege auf der Schlafcouch. Draußen ist es eisig kalt und der Wind fegt durch das offene Fenster. Weinende Klagelaute durchziehen die Stille. Ich schaue die schwarz verhangende Nacht hinein und mir kommt es vor als wären meine Augen erblindet. Keine Sterne am Abendzelt als ob jegliche Hoffnung für einige wenige Lichtblicke aus meiner Wahrnehmung ausgelöscht worden sind. Ich fühle mich schwach und alt die Erschöpfung meiner Physischen Kräfte neigen sich dem Ende. Zum Nachteil meiner Arbeit habe ich mir eine Erkältung zugezogen und ich muss mich darauf konzentrieren ihr nicht zu unterliegen. Ich muss weiterarbeiten, denn es gibt noch so viel zu viele Wunder des Menschlichen Lebens die ich noch nicht beobachtet habe. Ich darf mich noch nicht selber aufgeben. Ich schaue in den Spiegel meiner selbst und sehe Dunkelheit. Immer noch bewegt der Wind mit Geisterhafter Hand die Gardinen und ich erschauere bei der Stille die sich in meinem Herzen ausbreitet.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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