Fragment 094

Es ist die Einsamkeit die er sucht und in weiter ferne seiner eigenen Dunkelheit zu finden versuchte. Milliarden von Stunden durchwandert er seine eigene Seele, auf hinweise hoffend die ihn vielleicht ein wenig Licht in die schwärze bringen mögen die in ihrer garstigen Umklammerung mit steifen Griff ihm die Luft zum Atmen verschnürte. Langsam und wie in Starre folgte der Körper seinen Schritten, mehr schwankend und suchend als nach vorne schreitend. Der eisige voller leere erfüllte Aphatische Blick, immer in die selbe Richtung gewand kehrte sein innerstes nach Außen, ohne Bewusstsein das der Zerfall der Gedankenlosigkeit sich den Menschen erbrechen könnte. Es schnitt ein Hauch von Melancholie in seinem Sinne und der Mechanismus der ihn Vorwärts bewegte hielt inne. Langsam neigte sich sein Haupt aus der gebückten, schluderig sich hängend lassenden Haltung und richtete sich gen Nachthimmel. Die Feuchtigkeit seines Atems legte sich auf den Brillengläsern nieder und verdeckte den freien und klaren Blick auf die Sterne und doch konnte er sie erkennen. Die Lichtgestalten am Himmelszelt, verschwommen wie die Sicht durch Milchglas. Lange Zeit stand er still und um ihn herum schloss die Nacht ihn in ihre kalten Arme, eine geborgene Kälte die ihn nicht mehr loszulassen vermochte. Die Gedanken sind frei und flüchteten von ihrem Besitzer in Form einer Träne, die langsam und lautlos zu Boden glitt um für immer aus der Realität zu entschwinden. Irgendwann gerät alles in Vergessenheit, selbst die Freiheit ist nur eine Bezeichnung für eine längst da gewesene, unbedeutend und für immer aus der Seele des Menschen entschwunden. In dem Moment hört sein voll Trauer und Schmerz erfülltes Herz zu schlagen und der gepeinigte Körper sank zu Boden um für Ewig in den nie aufhörend wollenden Schlaf zu fallen.

~ von gabrielstagebuch am Oktober 8, 2007.

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