Fragment 105
Irgendwann spürt man die Kälte nicht mehr, wie sie schmerzend Einzug in den Körper hält. Die Füße taub und ohne Gefühl. Die Beine klamm vom Tau der Nacht. Der Brustkorb verengt sich bei jedem Atemzug. Immer dünner. Die Hände schreiben um der Wärme willen, sie wollen nicht als starre Mahnmale enden. Alt und faltig die Haut. Sie ähnelt einer Mondlandschaft. Das dunkle Universum, das eigene leben. Ohne Sterne am Firmament. Wenn wir einsam sind haben wir viele Freunde. Angst, Depression, Paranoia und ein wenig staub der Zivilisation an unseren Schläfen. Wenn es uns so schlecht geht das wir noch nicht einmal einen Spiegel besitzen in dem wir unser Innerstes betrachten können, dann wissen wir wirklich dass wir einsam sind.


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