Fragment 109
Tiefe Arroganz und Überheblichkeit schneidet in mein Fleisch. Mein Herz blutet, doch sagen tue ich nichts. Keine Angst. Resignation, die in meinem Innersten herrscht. Kurzzeitige Stille, dann eine Wiederaufnahme, leiser Takt der meine Kraft zerbricht. Wie lange werde ich es noch aushalten? Wie lange kann ich noch in dein Kristallglas schauen? Roter Wein gehrt und reift. Doch die Flasche die ich jetzt in der Hand halte, ist durchsetzt vom Schimmel. Schwarz und Schmodderig verwandelt er sich zu schlechten Essig. Zu minderwertig für ein gutes Essen und doch zu gut für den Ausguss. Für irgendwas kann man es ja immer brauchen, meinte schon damals meine Großmutter.


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