Stinkende Würmer, schlängeln sich über den Asphalt. Pocken und Narben überziehen dich. Kalt, gedämpft dein Atem. Anonymität der Masse, versinkt im Zwangsindividualismus. Du bist zugeschneidert für jeden. Maßanfertigung, der Gesellschaften. Immer für alles offen, verschlingst du jeden Neuankömmling, spuckst ihn wieder aus, wenn du keine Lust mehr hast. Wie gewonnen, so zerronnen. Das Motto, der noch im utopischen, Spiel der Wirklichkeit, befindlichen. Jeden Morgen erwürgst du mich, erdrückst meinen Körper, mit deinem Wahn. Du brauchst mich zum leben, und ich dich, um langsam zu sterben. Geschäftssymbiose. Geschäftssymbiose. Geschäftssymbiose. Geschäftssymbiose. Geschäftssymbiose. Sterben.
Fragment 017
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareIch schaue aus dem Fenster, der U-Bahn. Regen perlt langsam hinab, er ist trist und grau. Unterschiedslos, ob der Himmel blau ist. Trübe Schatten in den Gesichtern der Menschen. Sie sprechen leise, wollen nicht gestört werden, schleichen durch die Gänge müde und vorsichtig. Schüler sortieren ihren Tagesplan, mache üben für das Leben. Flackerndes Licht im Tunnel, überholte Gespräche, manch mal eine Insel des Lächelns. Eher selten. Einsteigen, Aussteigen. Vergänglichkeit. Wiederholungen.
Fragment 018
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareIch sehe mich im Spiegel, alt und ergraut, Seelische Narben splittern und bluten. Das Haar schütternd nach hinten zusammen gebunden. Meine Hand berührt ihn. Er ist mir so fremd geworden, in den letzten Jahren. Weiß nicht mehr wer vor ihm steht. Weiß nicht mehr wer in ihm ist. Verlassene körperlose Hülle. Wo ist unsere Seele? Sag es mir, was bin ich?
Fragment 019
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareSie verfolgen mich, entkomme nur langsam, Dreiecke zeichnen sich ab, werde erwischt. Es sind drei, einer von ihnen trägt kurze Hosen. Blutige Tunnel unter der Haut. Ich beobachte die Wade. Sie reden über mich, ein Tausendfüßler krabbelt, aus einer Wunde, um darauf in der nächsten, zu verschwinden. Ich schreie. Bekomme Panik. Reiße mich los, und beginne von neuen zu rennen. Die Umwelt dreht sich Hell violett. Die Geometrie am Firmament, liegt im sterben. Schatten zerteilen sich zur drei. Ich springe, und beginne langsam zu gleiten, näher immer näher, wenn ich zu fallen drohe, befreie ich mein Herz, und steige wieder auf. Mein Landeplatz ist eine Telefonzelle, die in den Himmel ragt, an der Wölbung kratzt. Ich setze mich in den Schneidersitz, die Beine gekreuzt an den Rand. Meine Verfolger nur noch schwarze Punkte. Farblos. Flüche dringen an mein Ohr. Ich lächle, und spucke ihnen auf die Köpfe, schaue in den Himmel, nehme mir eine Zigarette aus den Wolken, lehne mich zurück. Sie schaffen es nicht zu mir hoch zu kommen, denn es ist mein Traum, und darüber, bin ich glücklich.
Fragment 020
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareSchwarzes Wasser, legt sich zu mir, rollt sich ein, und schmiegt sich an mich, ein leuchten geht von ihm aus, Schatten schmiegen sich an meine Haut, decken mich zu, hüllen mich ein, beschützen meinen verletzbaren Körper, fahles Mondgeflimmer, bestätigte Nacht, ich kann die Stille atmen, förmlich sauge ich sie auf, halte sie in mir, entlasse sie in die Freiheit, kurzzeitige Freundschaften, zum trennen verdammt, unauflösbare Empfindungen, zerrüttet und niedergeschlagen, langsam lausche ich der Melodie, das Lied meines Herzens. Wer hat sie geschrieben?
Fragment 021
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareKlick, Klick, Klick. Die Tastatur klappert im Takt, des Radios. Halbvolle Kaffeebecher neben Fotos mit Kind. Das Telefon läutet. Leises Gemurmel. Die Worte dringen trotzdem in mein Ohr. Entschuldigung. Terminverschiebung. Klick, Klick, Klick. An den Wänden Poster mit Palmen. Kitschige Traumdeutungen. Klick, Klick, Klick. Die Akten stapeln sich. Suhlen sich im Staub des Beamtentums. Manchmal hängen sie in Regalen. Zerfleddert, wie die meisten Leben, dieser wertlosen Menschen. Klick, Klick, Klick. Die Tastatur klappert im Takt.
Fragment 022
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareIch sehe, einen brennenden Busch in der Wüste. Es sind meine Haare. In seiner rechten Schädelhälfte, formiert sich der Wahnsinnige Schmerz, ins unerträgliche. Das zwei Phasen Paradoxon lebt in sich. Ich erwürge meine Freundin, mit meinem Lieblingskater Gabriel, während er meine Zukunft durch eine Kerze prophezeit. Wappnen sie sich für umwälzende Veränderungen, Jupiter hat großes mit ihnen vor. Auf immer dar Papstwasser. Sie müssen es einfach auf sich zukommen lassen. Meine Haut faltet sich zu einem Zerschmetterling, landet sachte auf einer Bittergarnitur, und Explodiert zu einer feinen Dichte des, Wahnsinns.
Fragment 023
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareSchwarze Schuhe, mit weißen Linien. Schwarze Schlaghose. Kort. Wahrscheinlich zweite Hand. Schwarze Tasche, mit silbernen Verschlüssen. Bundeswehr. Schwarzes Oberteil. Sehr schlicht. Schwarze Haare, mit einem schwarzen Haarreif. Schwarzer Nietengürtel. Wieder ein bisschen Silber. Kontraste. Sie schaut zu mir herüber, und weiß von nichts, das ich über sie schreibe, was ich über sie denke. Ein Geheimnis. Weiße Haut. Ein Lippenpiercing. Ob sie weiß wie schön sie ist?
Fragment 024
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareStummer schrei, verhallt in der Nacht, ergreift mich, erwürgt mich, schleicht sich von hinten an. Ein verletzter Rücken, rein getreten mit Macht. In der Nacht holt mich meine Vergangenheit ein. Du kannst gar nichts. Du bist nichts. Am liebsten hätte ich dich nie geboren. Kinderschreie in der Nacht. Verklingen ganz leise. Gute Nacht.
Fragment 025
•Oktober 8, 2007 • Keine KommentareSturmflutartige Bilder, zerreißen meine Gedanken. Es ist als wolle mein Herz den Verstand verraten, ungleiche Schmerzen. Behindere mich nicht! Zukunft! Denn meine Fehler sind des Menschen Erfahrungsschatz. Erhaben. Behindere mich nicht! Vergangenheit! Denn deine stärken sind des Menschen Geduld. Verwundet. Behindere mich nicht! Gegenwart! Denn das dritte Auge Ist meine eigene Erkenntnis. Auferstanden. Schneidende Gedanken, zerfetzen die letzte Bastion meiner Seele. Zersplittert in tausend Scherben. Für immer.

